
Vor einigen Monaten wurde dieses 2-jährige Leopardgecko-Weibchen zusammen mit seiner Partnerin aus suboptimaler Haltung übernommen. Zu Beginn war ihre Partnerin sehr krank, konnte aber durch sehr intensive Versorgung über einen kompletten Monat gerettet werden und ist seitdem fit wie ein Turnschuh.
Kurz nach diesem schwierigen Start stellte Cheddar die Futteraufnahme ein, wirkte ansonsten auf den ersten Blick aber noch unauffällig, da der Rumpf seine übliche Form behielt. Bei näherem Hinsehen fiel jedoch auf, dass sie viel schlief, ihr Gewicht auf 37 g purzelte und sie sämtliche Muskulatur sowie ihre komplette Fettreserve am Schwanz abbaute.
Schon beim Röntgen des kleinen Häuflein Elends zeigten sich ein hochgradiger Erguss, der sich aufgrund des physiologischerweise fehlenden Zwerchfells, in der gesamten Körperhöhle verteilte, sowie eine Verkalkung in der rechten hinteren Bauchhöhle.
Per Ultraschalluntersuchung wurde der Verdacht der Leibeshöhlenentzündung mit reichlich Coelomflüssigkeit untermauert; anschließend wurde noch etwas Flüssigkeit zur Entspannung abgezogen.
Zudem stellte sich heraus, dass der rechte Eierstock Follikel und einen auffällig hyperechogenen, also entarteten/entzündeten Bereich aufwies.
Da Cheddars Gesamtzustand auf eine Septikämie hinwies und sie nicht narkosefähig war, entschieden wir uns zunächst für eine Intensivversorgung, in der Hoffnung, sie erstmal stabilisieren zu können.
Leider entwickelte sie in der Folge, vermutlich toxinbedingt, ein klassisches Multi-Organversagen sowie eine hochgradige Gicht, so dass wir sie letztlich erlösen mussten.
R.I.P. kleine Cheddar
Anfang Juni wurde uns diese Kaninchenmutter vorgestellt, die plötzlich hochgradig Fieber und eine kleine Wunde im Nacken bekommen hatte, nicht mehr gefressen und getrunken hat und ihre Jungen nicht mehr versorgen konnte.
In den ersten Tagen ging es bei der Behandlung hauptsächlich darum, das Fieber zu senken, sie zu stabilisieren und zu päppeln. Später wurde nach und nach das Ausmaß der "Wunde" im Nacken, die das ganze Dilemma eigentlich verursacht hatte, klar. Der entzündete Bereich zog sich beidseits vom Rücken bis zu den Ellenbogen runter, vom Nacken bis zum mittleren Rücken und gut 1,5cm in die Tiefe - er war also gut handgroß bei einem nur 2kg wiegenden Kaninchen!
In den nachfolgenden Wochen grenzte sich der Bereich zunächst vom gesunden Gewebe ab, wobei (wie auf den Fotos zu sehen) auch große Anteile der Haut, die uns später noch in Gänze entgegenfallen sollten, abstarben. Immer wieder wurden die dadurch entstandene große Wundfläche und die deutlich tiefer gehenden Taschen aufgefrischt, mit Drainagen versorgt und neu verbunden, um den Prozess durch Sekundärheilung irgendwann zur Abheilung zu bringen.
Gut 7 Wochen nach Beginn sieht unsere nun wieder sehr agile Kämpferin, die sich inzwischen schon an das Tragen kleiner Schutzmäntelchen aus zugeschnittenen alten Leggins gewöhnt hat, durch die Honigsalbe noch etwas verklebt aus, aber die Wunde ist fast zu und die Narbe deutlich kleiner als zwischenzeitlich befürchtet.
Und der damals noch echt junge Nachwuchs? Der wurde von den super engagierten Besitzern mit Milchaustauscher aufgezogen, während die Mutter ebenso erfolgreich um ihr Leben kämpfte.
Wir wünschen Lola weiterhin gute Besserung und freuen uns mit der ganzen Familie über dieses wunderbare Happy End für Alle!!!


Vor kurzem wurde uns dieses gelb leuchtende Leopardgecko-Weibchen (Eublepharis macularius) vorgestellt, das schon ca. 13 Jahre auf dem Buckel hat und sein Terrarium mit einer Partnerin teilt. Beide haben bislang regelmäßig und problemlos Eier gelegt. Dieses Mal hat sie aber einen dicken Bauch, wird immer träger, frisst schon eine Weile nicht mehr und der Schwanz, also ihre Fettreserve, wird immer dünner.
Schon beim Fühlen und Durchleuchten zeigten sich die beiden großen Eier, die nahezu den gesamten Bauchraum einnahmen und den Verdacht auf eine postovulatorische Legenot untermauerten.
Da ihr Gesamtzustand schon ziemlich beeinträchtigt war, entschieden wir uns direkt zur OP, bei der sie auch gleich mit kastriert wurde. Die OP ist sehr gut verlaufen, allerdings offenbarte sich dabei auch eine parallel bestehende Entzündung der Leibeshöhle, die nun mit auskuriert werden muss.
Unsere kleine, 51 Gramm schwere Patientin ist seit der OP wieder viel agiler und besser drauf, nimmt brav ihre Medikamente und wird nun langsam wieder aufgepäppelt.
Wir wünschen ihr weiterhin gute Besserung!!!

Das ganze Team bedankt sich ganz herzlich für diese schöne Aufmerksamkeit.
Es ist immer toll, positives Feedback zu bekommen.
Aktuelles aus der Praxis

