Kleine Tiere, große Sorgen...
Vor einigen Monaten wurde dieses 2-jährige Leopardgecko-Weibchen zusammen mit seiner Partnerin aus suboptimaler Haltung übernommen. Zu Beginn war ihre Partnerin sehr krank, konnte aber durch sehr intensive Versorgung über einen kompletten Monat gerettet werden und ist seitdem fit wie ein Turnschuh.
Kurz nach diesem schwierigen Start stellte Cheddar die Futteraufnahme ein, wirkte ansonsten auf den ersten Blick aber noch unauffällig, da der Rumpf seine übliche Form behielt. Bei näherem Hinsehen fiel jedoch auf, dass sie viel schlief, ihr Gewicht auf 37 g purzelte und sie sämtliche Muskulatur sowie ihre komplette Fettreserve am Schwanz abbaute.
Schon beim Röntgen des kleinen Häuflein Elends zeigten sich ein hochgradiger Erguss, der sich aufgrund des physiologischerweise fehlenden Zwerchfells, in der gesamten Körperhöhle verteilte, sowie eine Verkalkung in der rechten hinteren Bauchhöhle.
Per Ultraschalluntersuchung wurde der Verdacht der Leibeshöhlenentzündung mit reichlich Coelomflüssigkeit untermauert; anschließend wurde noch etwas Flüssigkeit zur Entspannung abgezogen.
Zudem stellte sich heraus, dass der rechte Eierstock Follikel und einen auffällig hyperechogenen, also entarteten/entzündeten Bereich aufwies.
Da Cheddars Gesamtzustand auf eine Septikämie hinwies und sie nicht narkosefähig war, entschieden wir uns zunächst für eine Intensivversorgung, in der Hoffnung, sie erstmal stabilisieren zu können.
Leider entwickelte sie in der Folge, vermutlich toxinbedingt, ein klassisches Multi-Organversagen sowie eine hochgradige Gicht, so dass wir sie letztlich erlösen mussten.
R.I.P. kleine Cheddar